Psychotherapie ist ein Raum, in dem persönliche (Weiter-)Entwicklung stattfindet. Für eine solche (Weiter-)Entwicklung in die persönlich gewünschte Richtung sind mehrere Dinge wichtig: Zunächst müssen bestehende Probleme und Herausforderungen erkannt werden, die zu Leidensdruck und Stillstand führen. Dann muss eine Entscheidung für den Versuch einer Veränderung getroffen werden, was nicht ganz leicht ist, da viele unserer Denk- und Verhaltensmuster vertraut und mit einem Gefühl vermeintlicher Sicherheit verbunden sind.
Eine Veränderung bringt häufig zunächst eine gewisse Unsicherheit mit sich und ist zudem mit einem nicht unbeträchtlichen Kraftaufwand verbunden. Im Anschluss geht es um die Suche nach Lösungsmöglichkeiten in Form von neuen Denkmustern und Verhaltensweisen, die dann ausprobiert und hinsichtlich der gewünschten (Weiter-)Entwicklung bewertet werden. In der Folge geht es darum als positiv empfundene Veränderungen beizubehalten und immer wieder zu prüfen, ob man sich auf dem „persönlich richtigen Weg“ befindet.
Zum einen ist wichtig, dass Sie sich bei mir als Therapeutin gut aufgehoben fühlen und Ihre Sorgen und Nöte, aber auch Ihre Bedenken und Zweifel vorbehaltlos mit mir teilen können. Ich versuche die Entstehung dieses Vertrauensverhältnisses dadurch zu fördern, dass Ihrem Empfinden und dessen Ursachen wie auch Ihrer Problemsicht ausreichend Raum gegeben wird und wir „auf Augenhöhe“ miteinander umgehen. Dazu gehört auch, dass wir gemeinsam ein Verständnis von Ihrer Situation entwickeln und ich Sie transparent über mögliche therapeutische Vorgehensweisen informiere, aus denen wir dann gemeinsam auswählen. Wir fokussieren aber auch die Dinge, mit denen Sie zufrieden sind und aus denen Sie Kraft schöpfen können. Darüber hinaus rege ich Sie immer wieder dazu an Zweifel oder Bedenken zu äußern, um eine passgenaue Abstimmung des therapeutischen Vorgehens auf Ihre Bedürfnisse sicherzustellen. Ich begegne Ihnen grundsätzlich mit Empathie auf der einen und Struktur auf der anderen Seite.
Zum anderen ist wichtig, dass therapeutische Verfahren Anwendung finden, deren Wirksamkeit wissenschaftlich belegt ist. Hier bediene ich mich der kognitiven Verhaltenstherapie, deren Wirksamkeit für viele psychische Störungsbilder nachgewiesen ist. In der Verhaltenstherapie stehen die empfundenen Probleme und Herausforderungen im Hier und Jetzt im Vordergrund, die durch konkrete Veränderungen im Denken und Verhalten bewältigt und gemeistert werden sollen. Selbstverständlich wird im Rahmen der Problemanalyse überprüft, ob mögliche vergangene Erfahrungen und Erlebnisse mit verantwortlich für die bestehenden Probleme und Herausforderungen sind – der Fokus der Verhaltenstherapie liegt aber im Unterschied zum reinen Verstehen der Problemursache in der konkreten Veränderung im Hier und Jetzt (unter der Berücksichtigung von möglichen prägenden vergangen Erfahrungen). Es geht also zum einen um die Verringerung Ihres Leids, zum anderen aber auch um den Ausbau derjenigen Dinge, mit denen Sie zufrieden sind und aus denen Sie Kraft schöpfen können.
